Startseite Referat über den Hund

Hier ein Referat über den Hund, das ich vor einigen Jahren in der Schule halten musste bzw. durfte (kommt ja nicht so oft vor, dass man sich das Thema für ein Referat so schön aussuchen kann). Da mich meine Nichte gerade erst gefragt hat, ob sie das Referat nicht mal haben dürfte, da sie ebenfalls über den Hund einen Vortrag in der Schule halten muss, dachte ich mir, ich veröffentliche es mal als Anregung (Anregung != Abschreiben, ich hoffe, das ist deutlich. Abschreiben bringt dir schließlich nichts und verärgert nur deine Lehrer. Wenn Du diese Seite hier finden konntest, dann sicherlich auch der Lehrer, der dein Hundereferat bewerten soll).

Und so soll das Referat über den Hund auch gedacht sein, es ist eine Anregung oder eine Quelle (ich habe die meisten Quellenhinweise auch verlinkt und natürlich auch weiterführende Seiten zum Thema Hunde) und nix zum Abschreiben.

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Der Hund – irgendwann war er mal ein Wolf 🙂 Der hier ganz bestimmt.

Außerdem bitte mit Bedacht wählen. Das Referat habe ich in Sachkunde gehalten, meine Deutschnote konnte mit der Note dort noch nie ganz mithalten.

Und beim Referate schreiben immer dran denken

Auch wenn man für ein Referat eine Note bekommt, es sollte auch Spaß machen, das Thema zu recherchieren und vor allem den Vortrag dann zu halten. Nicht alles steht im Internet (was haben Schüler nur im letzten Jahrtausend getan?), gerade beim Thema Hunde kann man aber durchaus auch mal Hundebesitzer fragen, was sie denn zu dem Thema wissen. Ich habe bei meinem Referat zum Beispiel auch einen Abschnitt drin zur Frage warum man sich einen Hund anschafft und dafür eben den einen oder anderen Halter gefragt. Ich habe mich also nicht alleine auf das Wissen verlassen, dass ich im Internet nachlesen konnte. Allerdings wusste ich auch, dass meine Lehrerin, die Frau Wolff, das gut finden würde.

GENUG GEREDET – HIER NUN MEIN REFERAT ZUM THEMA HUNDE.

Referat zum Thema Hunde von 2008

Der Hund wird oft als bester Freund des Menschen bezeichnet. Dabei hat er einen wilden Vorfahren, den Wolf. Vor einigen Zehntausend Jahren wurden Vorfahren unserer Hunde zum Gefährten des Menschen. Seine Domestizierung begann, denn der Mensch erkannte schnell, wie nützlich ihm ein solcher Freund sein könnte. Und so sind die ältesten Hundeknochenfunde in Europa ca. 10.000 Jahre alt.

Hund waren sicherlich zunächst als Jagdhelfer sehr nützlich. Schließlich haben sie eine deutlich bessere Nase als wir Menschen. Und ihr Gehör half schon damals, Feinde schneller zu entdecken. Die Karriere des Hundes war eine steile. Er wurde ein so verlässlicher Freund, dass er dem Menschen auch bei der Eroberung des Weltalls half. Allerdings überlebte Laika, die erste Hündin in der Erdumlaufbahn, ihren Ausflug nicht. Siehe auch Laika erster Hund im Weltall.

Seine Sinne helfen dem Hund auch bei der Kommunikation mit uns. Sie können nicht verstehen was wir sagen, aber wie wir es sagen. Ihr feines Gehör hilft ihnen dabei, unsere Stimmung zu erkennen. Sind wir ärgerlich? Traurig? Gut gelaunt? Sicherlich können Hunde auch riechen, ob wir gestresst sind. All das hilft ihnen dabei, zu erkennen, was wir von ihnen wollen. Denn auch wenn Hundebesitzer dazu neigen, ihre Hunde vollzutexten und ganze Unterhaltungen mit ihnen führen, reagieren diese doch eher auf Schlüsselwörter und andere Reize als Bandwurmsätze. Denn natürlich ist unser Hund der schlauste, dennoch haben Hunde nur das Intelligenzniveau von zweijährigen Kindern. Damit soll der Hund in der Lage sein, sich um die 165 Worte zu merken, bis fünf zu zählen und sogar kleine Fehler in leichten Berechnungen zu finden. Mehr dazu siehe bei Focus Forschung wie schlau sind Hunde.

Übrigens ist es nicht unbedingt gut, einen ständigen Redeschwall auf seinen Hund niederprasseln zu lassen. Irgendwann ist der Hund so daran gewöhnt, dass wir ständig reden, dass er gar nicht mehr mitbekommt, wenn wir etwas Wichtiges von ihm wollen. Und wenn wir ständig Hasso hier, Luna dort und Apollo sieh mal sagen, wie kann der Hund dann annehmen, dass er, wenn wir plötzlich seinen Namen schreien, er kommen soll?

Menschen setzen also häufig voraus, dass ein Hund sie besser versteht, als es diesem tatsächlich möglich ist. Und so kommt es durchaus auch zu Missverständnissen. Selbst erfahrene Hundehalter denken häufig, dass sich ein Hund freut, wenn dieser mit dem Schwanz wedelt. Aber nicht jeder Schwanz wedeln bedeutet eben Freude. Es gibt auch das abwartende wedeln mit der Rute, das nervöse hin und her peitschen lassen und manchmal dient das wedeln sogar dazu, die Nase mit Gerüchten, Informationen, zu versorgen.

Oder das Hochspringen. Manche Hundehalter sind geknickt, denn ihr Hund freue sich gar nicht, wenn sie nach Hause kämen. Er bliebe einfach liegen. Andere Hundehalter sind ganz begeistert, denn wenn sie vom Einkaufen bepackt mit Tüten nach Hause kommen, dann stört ihre Fellnase das nicht. Er ist so begeistert über unser Kommen, dass er an uns hochspringt, uns abschleckt, die Einkaufstüten beschnüffelt.  Viele Hundebesitzer halten das eben für Freude. Aber sie irren sich. Martin Rütter, auch der Hundeprofi genannt, meinte nicht zu Unrecht in seiner Bühnenshow, dass das nichts anders als pöbelndes Verhalten wäre. In etwa so, als wenn ein zehnjähriger Junge einfach an uns hochspringt, in den Bauch boxt, die Einkaufstüten durchwühlen würde. Quelle: Selbst bei der Bühnenshow so gehört, Hinweis Klaus und auch bei Kosmos.de – Martin Rütter über Hundeerziehung.

Überhaupt: Auch wenn Hunde für viele Menschen heute durchaus auch ein Kindersatz sind, so gibt es vor allem in der Erziehung einen sehr großen Unterschied. Während Kinder selbst im Zeitalter von Helikoptereltern zu selbständigen Wesen erzogen werden sollten, die irgendwann erfolgreich außerhalb der elterlichen Wohnung leben, bleibt der Hund immer bei uns, er ist von uns abhängig. So zumindest das Idealbild einer Mensch-Hund-Beziehung.

Und hier noch drei Fakten zum Thema Hund und Katze

  • Es gibt 100 bis 2000 Hunderassen, wie viele genau, bleibt eine Frage der Definition von Rasse. Katzenrassen sind es aber nur 40 bis 70. Bildtafel Haushund. | Liste von Katzenrassen. Siehe auch Anzahl aller Katzenrassen. Schön hier der Hinweis: … alle Katzen aufgeführt, die von Menschen ihrer Schönheit wegen gezüchtet wurden.
  • Katzen wurden auf Schönheit gezüchtet und haben daher eher Namen wie Siamkatze, Russisch Blau oder Perser. Hunde sollten nützlich sein und so findet sich ihre eigentliche Bestimmung oft auch in ihrem Namen wieder: Schäferhund, Laufhund und Retriever sind gute Beispiele für Namensbestandteile, die sich immer wieder finden.
  • In Deutschland gibt es mehr Katzen als Hunde.

Zum Thema Hundehaltung:

Wer übrigens darüber nachdenkt, sich einen Hund anzuschaffen, sollte sich unbedingt vorher in das Thema Hundehaltung einlesen und bloß nicht dieses Referat zum Anlass nehmen. Hundehaltung ist ein nicht unbedingt schwieriges Thema, aber man sollte eben verstehen, dass Hunde so einiges kosten, insbesondere, wenn ein Welpe einzieht. Hunde kosten in ihrer Haltung:

  • Platz.
  • Sie machen Umzüge und Wohnungssuche schwieriger.
  • Sie kosten Zeit und oft auch Nerven.
  • Manchmal auch das letzte heile Paar Schuhe.
  • Und wenn sie krank werden, manchmal das letzte Hemd.

Also, falls dich das Referat motiviert hat, auch Praxiswissen über Hunde erwerben zu wollen, informiere dich vorab über das Thema. Zum Beispiel mit dieser praktischen Hundehaltung Checkliste mit eigentlich allen Punkten. Sogar das Thema Wohnsituation und Mietvertrag werden angesprochen. Wenn du immer noch Praxis möchtest, aber nun doch etwas vorsichtiger bist, wie wäre es mit Gassigehen für einen Hund in deiner Nachbarschaft?

Anmerkung – Hunde-Referat wurde erweitert

Ich musste das Referat freihalten und musste dann natürlich noch eine schriftliche Version abgeben. Im Prinzip waren die beiden Versionen gleich. Ich habe allerdings an zwei, drei Stellen den einen oder anderen Sachverhalt etwas genauer dargelegt. Und ich hatte so auch die Möglichkeit eine Anmerkung eines meiner Klassenkameraden einzuarbeiten. Der Tipp mit Martin Rütter stammt von Klaus. Allerdings erst ein paar Jahre später, als sich Klaus das Referat selbst angenommen hat, da er eins für die Schule brauchte. Denn so populär wie heute, war Martin Rütter 2008 noch nicht.

Die drei Fakten zum Thema Hund und Katze waren beim Referat umfangreicher, gab aber einen Rüffel, da das Thema ja Hund sei und nicht Hund und Katze. Daher habe ich es dann gekürzt.

Hier gibt es noch ein paar alte Bücher und einen Hinweis auf den ersten Hundefilm: Alte Bücher zum Thema Hund.

Von 2011: IQ-Test für Hunde – erschien bei der Welt.

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